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Parabuthus planicauda

 
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Stone-x

Moderator a.D.


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BeitragVerfasst am: 28.09.2009, 13:36    Titel: Parabuthus planicauda Antworten mit Zitat

Parabuthus planicauda



0.1 Parabuthus planicauda adult

Gattungs- und Artname

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Skorpione (Scorpiones)
Familie: Buthidae (C.L. Koch, 1837)
Gattung: Parabuthus (Pocock 1890)
Art: Parabuthus planicauda (Pocock 1889)


Einleitung

Am 13.02.2008 habe ich die ersten Jungtiere von Parabuthus planicauda bekommen. Die Tiere sind am 12.10.2007 von Peter Pumberger nachgezüchtet worden. Am 26.05.2008 hatte ich schon die ersten subadulten und einige adulte Tiere (5. Bzw. 6. Instar), was ein atemberaubendes Wachstum für eine Parabuthus sp. ist. Die Tiere wurden im August 2008 von mir verpaart und nach einer Tragezeit von 6 Monaten hatte ich selber Nachwuchs. Auf genauere Daten und auf die Haltungsbedingungen gehe ich im Verlauf des Haltungsberichtes genauer ein.
Peter und ich hatten insgesamt 6 Würfe von Parabuthus planicauda – die ersten Würfen waren noch Würfe von Wildfängen - die Jungtiere der ersten Würfe haben wir größtenteils selber groß gezogen und wieder miteinander verpaart.

Übersicht




Herkunft und Vorkommen
Parabuthus planicauda ist in Südafrika endemisch, das heißt, dass sie weltweit nirgendwo sonst vorkommen. Dort sind sie vor allem in felsigen Gegenden mit sehr lehmhaltigen Sand anzutreffen (genau wie Parabuthus villosus), nicht auf lockerem Sand vertreten, wie andere Arten (P. distridor, P. kalaharicus oder P. kuanyamarum). (Prendini, 2004)
Fundorte sind die Western, Eastern, Northern Cape Provinzen und in der Provinz Free State. (Prendini, 2004)


Fundorte Parabuthus planicauda (Prendini, 2004)

Äußere Merkmale & Geschlechtsunterschiede

Adulte Parabuthus planicauda Weiber erreichen eine Größe von 6cm, und gehören damit zu den kleineren Vertretern der Gattung Parabuthus. Männchen sind mit 4-5 cm adult.




Größenunterschied von 0.1(links) und 1.0(rechts) adult

Die Pedipalpen sind bei adulten Böcken nicht so stark ausgeprägt, wie es sonst bei anderen Parabuthus Arten (außer bei: P. muelleri, P. nanus, P. pallidus und P. calvus) (Prendini, 2004) üblich ist, daher ist eine Geschlechtsunterscheidung anhand der Pedipalpen unmöglich. Es ist trotzdem sehr einfach die Geschlechter bei adulten Tieren zu unterscheiden, da Böcke, wie schon erwähnt, viel kleiner sind und einen schmaleren Körperbau haben. Außerdem haben Weiber, wie bei jeder Parabuthus Art (außer Parabuthus granulatus) (Prendini, 2004) eine lappenförmige und vergrößerte proximale mediane Lamelle:


Kamm von 0.1 Parabuthus sp mit der lappenförmigen proximalen medianen Lamelle(Prendini, 2004)

Eine Besonderheit ist, dass männliche Tiere eine leicht lappige proximale mediane Lamelle besitzen, was sonst noch bei Parabuthus calvus der Fall ist. (Prendini, 2004)
Bei Jungtiere kann man den Unterschied in der Größe der proximalen medianen Lamelle auch nicht anhand der Haut unter einem Mikroskop erkennen, daher ist eine Geschlechtsbestimmung in den frühen Instars fast unmöglich.

Die Anzahl der Kammzähne beträgt bei Weibchen 31-35 und bei Männchen 34-40. Aufgrund dieser leichten Überschneidungen, sollte man sich nicht nur auf die Anzahl der Kammzähne verlassen. (Prendini, 2004)

Parabuthus planicauda komm in einem hellen gelb:

Paarung links 0.1 rechts 1.0
bis zu einem kräftigen orange vor:

0.1 Parabuthus planicauda adult

Sonst sind die Tiere einheitlich gefärbt.

Haltungsbedingungen
Parabuthus planicauda wird tagsüber bei 28-34°C gehalten, nachts senke ich die Temperatur bis auf 20-23°C ab. Die Temperatur erziele ich, indem ich den gesamten Terrarienraum auf die gewünschte Temperatur erwärme. Bei trächtigen Tieren benutze ich zusätzlich noch einen Spot, um punktuell die Temperatur zu erhöhen. Diese Plätze werden sehr gerne von trächtigen Tieren aufgesucht. Ich habe bei den Tieren ständig eine feuchte Stelle im Terrarium, da sie sehr viel trinken und sich nur bei einer erhöhten Luftfeuchtigkeit häuten. Jungtiere halte ich ein paar Grad kälter, damit diese nicht nach oder vor einer Häutung austrocknen.
Die Tiere werden auf einem Erde, Sand, Lehmgemisch gehalten, da sie große Höhlen anlegen, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Der Sand sollte möglichst fest sein, also muss viel Lehm hinzugefügt werden, da Parabuthus planicauda ein sehr guter Gräber ist, der selbst in hartem Sand Höhlen anlegen kann. Wenn grabfähiger Sand nicht gegeben wurde, buddeln sie sich nur kleine Mulden unter Kork- oder Steinstücken. Man sollte den Tieren, genau wie in ihrem natürlichen Habitat, die Möglichkeit geben auf fels/geröllartigen Untergrund zu leben. Das heißt, dass die Tiere in ihrem Terrarium mehrere Steine haben sollten, damit sie klettern können.

Eine Paar- oder Gruppenhaltung ist auch möglich, ich hatte bis zu 2.2 in einem 30x30 Terrarium, was ohne Probleme gut ging. Sonst halte ich alle meine Skorpione alleine, damit ich keinen Fall von Kannibalismus verzeichnen muss.

Bei diesen Tieren rate ich zu einer Winterpause, da in ihrem natürlichen Vorkommensgebiet, Südafrika, auch eine Winterzeit vorkommt.
Auf genug Futter ist zu achten. Ich verfüttere eigentlich alles: von Schaben, über Heuschrecken bis zu Grillen und Heimchen. Jungtiere fressen bei mir sehr gerne junge Blaptica dubia oder junge Acheta domesticus. Bei einer Fütterung mit Acheta domesticus konnte ich ein schnelleres Wachstum vermerken, welches ich in dem nächsten Punkt genauer beschreiben werde.

Verpaarung, Aufzucht der Jungtiere

Die ersten Nachzuchten, die ich gekriegt habe, sind am 12.10.2007 geboren worden und waren am 2.11.2007 im 2. Instar und damit runter vom Rücken der Mutter. Am 13.02.2008 waren die Tiere zu einem großen Teil noch im 2. Instar und ein paar hatten schon das 3. Instar erreicht.

Bis zum 26.05.2008 hatte ich es geschafft, dass die meisten Tiere das 5. Instar und ein paar wenige sogar das 6. Instar erreicht haben. Dieses Wachstum kommt schon fast an das Wachstum von einigen Tityus sp ran.

Bei meinen neuen Nachzuchten (Geburt am 15.04.2009, vom Rücken der Mutter am 22.04.2009, 1 Monat später die meisten Tiere im 3. Instar und bis zum 1.09.2009 sind viele Tiere noch im 4. Instar, was vor allem an der zwischenzeitlichen Winterruhe liegt) habe ich kein so schnelles Wachstum, was ich auf eine andere Fütterung zurückführe.

Bei den ersten Nachzuchten habe ich nur Acheta domesticus verfüttert. Von Micros bis zu großen Heimchen. Die nächsten Nachzuchten wurden nur noch mit Blaptica dubia gefüttert, wobei das Wachstum viel langsamer war. Dafür konnte ich bei der Fütterung mit Schaben keine Ausfälle verzeichnen, wie es bei der Fütterung mit Heimchen hin und wieder der Fall war, da diese auch frisch gehäutete oder Tiere, die kurz vor einer Häutung stehen, anfressen.


0.1 Parabuthus planicauda angefressen von einem Heimchen

Desweiteren würde ich jedem Skorpionhalter vorschlagen die Futtertiere selber zu züchten, da man so weiß, wie die Futtertiere gehalten wurden und es nicht zu Ausfällen aufgrund von schlecht gehaltener Futtertiere kommt. Peter Pumberger hatte mehrere tote Parabuthus planicauda, die eine rosa Farbe hatten.
Dies ist wohl auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen, die durch die Heimchen übertragen wurde, da alle Tiere auf demselben Untergrund gehalten wurden und auch immer dasselbe zu fressen bekommen haben. Ich hatte noch keinen dieser Vorfälle, da ich meine Futtertiere selber züchte und ich jetzt auch nur noch Schaben verfüttere.
(Bild wird nachgereicht)

Die Verpaarung der Tiere stellt keine Probleme dar. Sobald Parabuthus planicauda adult ist, füttere ich die Tiere 2-3 Wochen gut an, damit es während der Paarung nicht zu einem Kampf kommt, bei dem eines der Tiere sterben könnte. Dann setze ich den Bock zu dem Weib in das Terrarium. Anders als bei meinen anderen Parabuthus sp. bevorzugen Parabuthus planicauda Korkstücke als Ablegestelle für die Spermatophore.


Paarung: links 1.0, rechts 0.1


Spermatophore nach einer erfolgreichen Verpaarung

Nach der Verpaarung trenne ich die Tiere meistens wieder und warte 1-2 Wochen, danach setze ich sie noch mal zusammen. Meistens ist die 2. Verpaarung auch erfolgreich.

1-2 Monate nach den Verpaarungen senke ich die Temperatur langsam ab, um den Temperaturverlauf im natürlichen Habitat nachzuahmen. Ich halte eine cirka 4-5 Monate lange Winterruhe wobei ich bis auf 10-13°C runtergehe. In der Winterruhe füttere ich maximal 1x im Monat und ich gebe alle 2-3 Wochen etwas Wasser, mehr brauchen die Tiere nicht. Im September und Oktober fahre ich die Temperatur langsam wieder hoch, damit ich von November bis Februar meinen Hochsommer im Keller erreiche (-> wiederum Nachstellung des natürlichen Temperaturverlaufs). Ich probiere so gut es geht den Skorpionen das gewohnte Umfeld zu schaffen/bieten. Im Winter, also im afrikanischen Sommer, werden dann die Jungtiere dieser Art geboren. Nachdem sie erfolgreich geworfen haben, werden die Weibchen wieder verpaart und anschließend in die Winterruhe geschickt.

Am 15.08.2008 und am 21.08.2008 wurden von mir 2 Parabuthus planicauda erfolgreich verpaart.
Weibchen #1 hat am 14.03.2008 30 Jungtiere zur Welt gebracht, die wohl ausgetrocknet sind, weil ich 3 Wochen im Urlaub war und nicht die Möglichkeit hatte den Tieren Wasser anzubieten.





Vertrocknete Instar 2 Jungtiere

Weibchen #2 hat am 15.04.2009 25 Jungtiere zur Welt gebracht.


Weibchen #2 mit Instar 1
Die Jungtiere häuteten sich am 22.04.2009 ins 2. Instar


Weibchen #2 mit Instar 2


*Waren die ersten Wildfang Tiere, die Peter gekriegt hat, daher gibt es keine Angaben zu Verpaarung und Tragezeit; die Tiere waren bereits trächtig.



Die Aufzucht ist sehr leicht, man sollte nur für genügend Feuchtigkeit in den frühen Stadien der Skorpione sorgen, da sie sonst sehr leicht vor oder nach der Häutung austrocknen. Außerdem sollte man beachten, dass man die Tiere nicht längere Zeit unter 22°C hält, da sie sich sonst nicht häuten und danach sterben.

Bei optimaler Haltung und ohne Winterruhe können die Tiere innerhalb von 6-7 Monaten das adulte Stadium erreichen und nach einer Tragezeit von 6-8 Monaten die ersten Nachzuchten zur Welt bringen. Bei artgerechter Haltung werden die Tiere aber erst nach 12 Monaten das 6. Instar erreichen und damit adult sein.

Verhalten und Giftigkeit

Parabuthus planicauda ist ein passiver Terrarienbewohner, der eher zur Flucht greift als sich einem Kampf zu stellen. Sobald man das Terrarium öffnet, sucht der Skorpion sofort Schutz unter dem nächsten Kork- oder Steinstück.

Parabuthus planicauda ist wie viele seiner Artgenossen in der Lage durch schnelle Bewegung des Aculeus (Giftstachels) über die ersten beiden Metasomasegmente, die stark granuliert sind, ein Geräusch zu erzeugen. Das nennt man stridulieren und es ist ein Warnsignal an den Angreifer. Parabuthus planicauda striduliert nur, wenn die Tiere stark gereizt wurden oder wenn sie sich bedroht fühlen.

Ich konnte bei dieser Art noch nicht das Versprühen von Gift bemerken, was bei vielen anderen Parabuthus spp. der Fall ist. Parabuthus villosus, transvaalicus und auch schlechteri sind in der Lage ihr Gift zu versprühen. Es wurde früher gesagt, dass die Skorpione ihr Gift gezielt verspritzen können, ähnliche wie Kobras, dies ist aber nicht der Fall. Das Gift kann sowohl versprüht werden. Aber es kann auch geschleudert, indem ein Gifttropfen auf den Aculeus abgegeben wird und das Tier sein Metasoma schnell hin- und herschlägt und der Tropfen somit weggeschleudert wird. Sobald Gift auf meine Haut landet, errötet meine Haut. Dies ist aber nur bei Allergikern der Fall, da Peter Pumberger diese Symptome nicht aufweist.

Wie alle anderen Parabuthus spp. und auch einige Nebo spp. oder Androctonus spp. habe ich bei dem Umgang mit diesen Arten einen ständigen Niesreiz, der soweit führt, dass ich während der Fütterung einige Pausen einlegen muss. Diese Tatsache wurde mir von Einigen anderen Skorpionhaltern bestätigt und es kann wohl angenommen werden, dass die Skorpione bei der Fütterung oder generell im Umgang kleine Gifttropfen versprühen, die zu einer allergischen Reaktion führt.
Das Gift soll laut Aussage von Kurt Orth auch gegen seinen chronischen Schnupfen, den er seit seiner Kindheit hatte, helfen. Der chronische Schnupfen von ihm stellte sich komplett ein, nachdem er seinen Bestand an Parabuthus spp. vergrößert hatte.
(Kurt Orth, persönliche Mitteilung)

Persönlicher Kommentar

Parabuthus planicauda ist trotz oder gerade wegen seiner geringen Größe und der einheitlichen Färbung einer meiner liebsten Parabuthus spp.. Auf den ersten Blick ist es eine eher unscheinbare Art, aber wenn man sich genauer mit ihr beschäftigt, gefällt sie einem immer besser. Besonders gefallen mir die verschiedenen Orange- Töne dieser Art, die schon fast in ein hellgelb übergehen.

Selbst größere Futtertiere werden von diesen Tieren sehr schnell und in regelmäßigen Abständen erlegt, was immer wieder interessant zu beobachten ist.
Parabuthus planicauda ist kein aktiver Jäger. Er ist ein Lauerjäger, der am liebsten unter Steinen oder am Höhleneingang mit ausgestreckten Pedipalpen auf Futtertiere lauert. Diese werden dann blitzartig gepackt und gestochen. Manchmal wird mehrmals zugestochen und selten wird die Beute nach dem Stich liegen gelassen und erst hinterher gefressen, wenn das Gift schon wirkt.
Meistens wird das Futtertier jedoch in den Pedipalpen gehalten und während die Giftwirkung einsetzt wird schon angefangen zu fressen.

Ich würde diese kleine Parabuthus sp. jedem Einsteiger in die Familie Buthidae empfehlen, da sie nicht so aggressiv ist, wie die anderen Mitglieder der Gattung Parabuthus und auch nicht deren immense Größe erreicht. Somit reicht sogar ein kleineres Terrarium.

Außerdem ist es gut, dass diese Art in Gruppen gehalten werden kann, weil man so immer etwas im Terrarium zu sehen hat. Das ausgeprägte Grabverhalten ist ein weiterer wichtiger und interessanter Punkt in der Haltung dieser Art. Ich erfreue mich immer wieder an den genial angelegten Höhlen.


Besonderheiten

Parabuthus planicauda ist sehr nahe mit Parabuthus calvus verwandt. Die folgenden Sachen stimmen bei beiden Arten überein: Manus von adulten Böcken ist schmaler als bei adulten Weibchen und die proximale mediane Lamelle der Böcke ist leicht lappig. Außerdem sind die Oberflächen des Höckers zwischen den Medianenaugen bei 0.1 und 1.0, sowie die umliegende Oberfläche des Carapax bei 0.1 und die zwischen den lateralen Granulierungsreihen auf den Metasomasegmenten IV und V liegenden Oberflächen granuliert. Desweiteren ist die Manus der Chalae, Metasomasegment I-V und das Telson behaart. Basitarsen der Laufbeinpaare III und IV, Oberflächen prolateral ohne dichtes Macro-Setae Büschel. Auf Metasomasegment IV ist eine medianlaterale, ventrosubmediane und ventrolaterale Granulierung vorhanden. Beim Metasomasegment V ist lediglich eine ventromediane Granulierung vorhanden (Prendini, 2004).


Wird oft mit Parabuthus capensis verwechselt. Die Größe 6cm, die Farbe und auch das Verbreitungsgebiet (Eastern, Northern und Western Cape Provinzen) beider Arten stimmen größtenteils überein. Parabuthus capensis wird aber oft in sandigen Gegenden gefunden wohingegen Parabuthus planicauda meistens die felsigen Gegenden bewohnt. Beide Arten teilen folgende Merkmale: Metasomasegmente breit (Länge IV/Breite IV: 1,2-1,5); die Stridulationsfläche der Metasomasegmente I und II geht anterior über die anterdorsale Kante des Segments hinaus, dies erscheint bei lateraler Betrachtung stufenförmig; die dorsosubmediane Granulierung mit distalen stachelförmigen Granulierungskörnchen der Metasomasegmente II-IV tritt deutlich stärker hervor, als die vorangehenden Granulierungskörnchen; auf dem Metasomasegment IV setzt die dorsosubmediane Granulierung median aus; die mediane laterale Granulierung ist dahingegen durchgängig und ausgeprägt; auf dem Metasomasegment V wird die dorsolaterale Granulierung distal schwächer.

Beide Arten können leicht unterschieden werden, wenn man sich die posterodorsale Kante der Metasomasegmente II und III anguckt, da die Kante gerade ist, nicht erhöht ist und nicht median in eine beinahe dreieckige V-Form nach vorne gebogen ist. (Prendini, 2004)

Zuerst als Buthus planicauda (1889) beschrieben, später (1895) wurde die Gattungsbezeichnung zu Parabuthus planicauda geändert. (Prendini, 2004)


Es gibt eine Unterart P. planicauda frenchi (Hewitt, 1918) (original Beschreibung P. capensis frenchi (Purcell, 1901)). Die einzige Möglichkeit diese Arten zu unterscheiden besteht darin sich die Stridulationsflächen auf dem Metasomasegment II anzugucken. Bei Parabuthus planicauda reicht sie bis zur hinteren Kante des Segments (hinten = Richtung Telson), bei Parabuthus planicauda frenchi geht die Stridulationsfläche nicht so weit nach hinten. (Prendini, 2004)

Danksagung

Ein besonderer Dank geht an Peter Pumberger, der mir beim Übersetzen, Informationensammeln und beim Bildermachen geholfen hat!

Quellen


- Eigene Erfahrungen
- Gespräche mit Afrikanern
- Prendini, L. 2004. The systematics of southern African Parabuthus Pocock (Scorpiones, Buthidae): Revisions to the taxonomy and key to the species. Journal of Arachnology 32(1): 109–186.
- Prendini, L. and Bird, T.L. 2008. Scorpions of the Brandberg Massif, Namibia: Species richness inversely correlated with altitude. African Invertebrates 49(2): 77–107.
- Peter Pumberger

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