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Uroplectes otjimbinguensis

 
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Hadogenes

Adulter Skorpion



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BeitragVerfasst am: 12.04.2017, 22:12    Titel: Uroplectes otjimbinguensis Antworten mit Zitat

Uroplectes otjimbinguensis (Karsch, 1879)

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Skorpione (Scorpiones)
Familie: Buthidae
Gattung: Uroplectes

Herkunft und Vorkommen

Namibia/ Angola

Die Tiere leben in Savannen meist unter der Rinde von Bäumen, Totholz oder Laub.

Äussere Merkmale & Geschlechtsunterschiede

Die Art ist strohgelb gefärbt. Von den Nebenaugen verläuft ein schwarzer Längsstrich über das gesamte Mesosoma (Vorderleib). Des weiteren enden alle Segmente mit einem hellen Querstreifen, der nur von dem Längsstrich unterbrochen wird. Die Metasomaglieder 2-5 beginnen mit einem schwarzen Areal, das sich ständig im Verhältnis zum Telson (Giftstachel) vergrößert. Das Telson selbst ist länglich – verglichen zu anderen Buthidae- und ocker bis rötlich mit schwarzer Stachelspitze. Die Scherenfinger sind rötlich, die Laufbeine werden nach außen immer heller.

Bei dieser Art lassen sich die Geschlechter am einfachsten mit einem Blick auf die Kämme schon als Jungtiere sicher bestimmen. Weibchen besitzen einen kürzeren, dafür aber weit breiteren (rundlichen) ersten Kammzahn, wohingegen bei Männchen alle einheitlich schlank sind.

Adulte Tiere sehen schon auf den ersten Blick unterschiedlich aus: Männchen sind von schlankerer Statur und haben verlängerte Metasomaglieder.

Weibchen werden bis 4-5cm, Männchen bis zu 6 cm.

Männchen werden meist nur etwa 2 (selten aber auch 3-4 Jahre), Weibchen hingegen können 5 Jahre und älter werden.

Haltungsbedingungen

Entsprechend ihrem natürlichen Lebensraum sollte auch die Haltung ausfallen: Da die Tiere nicht graben kann der Bodengrund sehr gering ausfallen, sollte aber den Boden zumindest komplett abdecken. Hierfür nutzt man am besten Sand mit ein wenig Lehm und etwas Kies. Als Verstecke eignen sich Korkstücke, Rinden aber auch Walnussschalen, die ich für die einzelne Aufzucht verwende. Bei genug Verstecken, hat man genug Oberfläche geschaffen, um ein Paar gemeinsam ohne schlechtes Gewissen in einer Heimchendose zu halten.

Die Temperatur sollte 28-35°C (lokal bis 40°C) betragen und im Winter für 2 Monate sowie Nachts auf ca. 20°C absinken.

Die Tiere lassen sich mit oder ohne Wasser aufziehen. Es ändert nichts an dem innerartlichen Kannibalismus.

Vorsicht: Die Art lässt sich manchmal beim Anheben ihres Unterschlupfs (bei Borke/selten bei Walnussschalen) einfach fallen und rennt dann schnell los. Sie sind flink und passen in jede Ritze rein.

Verpaarung, Aufzucht der Nachzuchten

Die Paarung läuft wie bei den meisten Skorpionen ab und ist völlig problemlos.
Gruppenhaltung von adulten Männchen ist ebenfalls problemlos. Bei gemischten Gruppen werden Jungtiere auch bei gutem Futterangebot oftmals aufgefressen. Jungtiere fressen sich ständig, weshalb ich sie einzeln aufziehe und erst adult Paare zusammensetze.
Die Anzahl der Jungtiere varriert zwischen 3 (sehr alte Weibchen) und normalerweise 8-15, selten mehr Jungtieren. Die winzigen Jungtiere erbeuten schon nach der ersten Fresshaut problemlos Mikroheimchen/grillen oder winzige Schaben.

Verhalten und Giftigkeit

Die Art schreckt vor jeglicher Konfrontation zurück. Sollte man allerdings das Tier zu sehr bedrängen, so stechen sie auch flink zu, doch ihr Gift ist harmlos. Zu LD 50 Werten konnte ich keine Angaben finden, was verdeutlicht, wie harmlos diese Art für einen gesunden Menschen ist.

Persönlicher Kommentar

Aufgrund all dieser Eigenschaften ist dies ein idealer Wüstenskorpion für Einsteiger und durch seine schöne Färbung auch für Profis unverzichtbar. Noch dazu gibt es stabile Nachzuchten, so das kein Bedarf am Raubau der Natur zur Beschaffung der Art besteht.

Quellenangaben

J. Leeming- Scorpions of Southern Africa
Catalog of the scorpions of the world

Eigene Erfahrungen an hunderten von NZ über Jahre hinweg.


Martin (Hadogenes)
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deathstalker

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Wohnort: Kärnten, Österreich

BeitragVerfasst am: 13.04.2017, 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

0.1 Uroplectes otjimbinguensis



1.0 Uroplectes otjimbinguensis


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es gibt kein wissen, das nicht auch macht bedeutet (lord raiden)
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