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Mesobuthus gibbosus

 
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Okan

Skorpion-Mama



Anmeldedatum: 24.08.2009
Beiträge: 159
Wohnort: Zürich

BeitragVerfasst am: 21.09.2009, 10:47    Titel: Mesobuthus gibbosus Antworten mit Zitat

Gattungs- und Artname

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Skorpione (Scorpiones)
Familie: Buthidae
Gattung: Mesobuthus
Art: Mesobuthus gibbosus

Herkunft und Vorkommen

Mesobuthus gibbosus trifft man in der Türkei, in Griechenland und auch in Zypern an. Man findet diese meistens unter flachen Steinen und manchmal auch unter Rindenstücken.


Abbildung 1: Habitatbild Griechenland, Jeff Dawson (c)

Äussere Merkmale & Geschlechtsunterschiede

Die Grösse eines M. gibbosus beträgt 6 - 8 cm.
Es verfügt über dünne Pedipalpen und ein etwas dickes Metasoma. Die Laufbeine, Pedipalpen und das Metasoma sind einheitlich gefärbt und haben eine sandgelbe bis leicht orange Farbe.


Abbildung 2: Mesobuthus gibbosus (weiblich) aus Griechenland in Angriffsstellung

Aus einem Dokument des Naturhistorischem Museum in Wien konnte ich folgende Info zur Geschlechtsbestimmung entnehmen:
Zitat:
Sternum des Männchen: Hinterrand mit seitlichen, nach hinten weisenden Spitzen ausgezogen.
Sternum des Weibchen: Hinterrand mit seitlichen, abgestumpften Enden.
Grundplatte der Kämme (Männchen): Doppelt so breit wie hoch, mit lateralen, auswärts gekrümmten Gelenksfortsätzen am oberen, nur wenig eingebuchteten Rand.
Grundplatte der Kämme (Weibchen): Mindestens 3 X so breit wie hoch, seitliche Gelenksfortsätze nicht so stark gekrümmt wie beim Männchen, oberer Rand tiefer als Männchen eingebuchtet.

Laut Kinzelbach verfügen Männchen über 27 - 32 Kammzähne und Weibchen 20 - 25. Jedoch wurde bei einigen Funden aus der Türkei auch schon 28 - 33 bei Männchen und 21 - 27 bei Weibchen gezählt.

Haltungsbedingungen

Die Temperatur sollte tagsüber 28 - 33° C betragen, lokal sogar bis zu 40° C. Nachts sollte die Temperatur auf 20 - 22° C absinken.
Eine Überwinterung bei 15 - 18° C tagsüber und 5 - 8° C nachts ist auch möglich, jedoch nicht zwingend erforderlich (es wird gesagt, dass sie durch die Überwinterung eine höhere Lebenserwartung haben, jedoch ist dies nicht bewiesen).
Für die Einzelhaltung ist ein Terrarium mit der Grösse 30x30x30 cm völlig ausreichend.
Als Bodengrund ist eine Sand- / Lehmmischung zu empfehlen, da der M. gibbosus manchmal auch gräbt um sein Versteck anzupassen. Er legt jedoch keine Höhlengänge an. Die Substrathöhe sollte ca. 10 cm betragen, es kann aber auch ein bisschen weniger sein. Ausserdem ist es empfehlenswert den Tieren eine Rückwand oder ein grösseres Stück Holz/Rinde anzubieten, da ich öfters beobachten konnte, dass sie gerne klettern und dies auch andere Halter bestätigt haben.


Abbildung 3: Ein geeignetes Terrarium für M. gibbosus, SpOoKy (c)

Es reicht wenn man eine kleine Wasserschale 1 mal wöchentlich füllt. Man kann zusätzlich auch noch eine Ecke im Terrarium 1 mal wöchentlich befeuchten. Jedoch sollte man dies nicht direkt unter dem Strahler tun, da das Wasser sonst zu schnell verdampft.
Bei M. gibbosus läuft eine Gruppenhaltung in der Regel gut ab. Bei einer Paarhaltung reicht eine Terrariumgrösse von 30x30x30 cm auch aus. Jedoch sollte man bei einer Gruppe das Terrarium dementsprechend vergrössern und ausserdem nur gleichaltrige bzw. gleich grosse Tiere zusammenhalten.
Wann die Fütterung stattfindet, spielt keine grosse Rolle. Dies kann zum Beispiel wöchentlich sein oder auch nur alle zwei Wochen. M. gibbosus fressen Heimchen, Grillen und Heuschrecken. Schaben werden normalerweise gemieden.

Verpaarung, Aufzucht der Nachzuchten

Die Verpaarung von M. gibbosus ist relativ einfach, da dies bei einer Paar- bzw. Gruppenhaltung von alleine geschieht. Sollte man Männchen und Weibchen einzeln halten, muss man das Männchen zum Weibchen setzen und nicht umgekehrt! Nachzuchten werden unter den gleichen Temperaturen wie die Eltern aufgezogen. Jedoch sollte man 1 mal wöchentlich eine Ecke und die Wände des Behälters befeuchten, damit diese Gelegenheit haben zu trinken. Von einer Wasserschale ist abzuraten, da eine grosse Ertrinkungsgefahr besteht.
Gefüttert werden die Jungtiere mit gleich grossen Heimchen oder Grillen.
Eine Gruppenaufzucht ist möglich, ist jedoch nicht zu empfehlen, da es durch Kannibalismus immer wieder zu Ausfällen kommen kann. Falls man sich doch für eine Gruppenaufzucht entscheidet, sollte man ein grosses Aufzuchtbecken mit genügend vielen Versteckmöglichkeiten zur Verfügung stellen.

Verhalten und Giftigkeit

Bei einer Störung ist das Verhalten von M. gibbosus sehr unterschiedlich. Manche flüchten und andere gehen in Angriffsstellung und versuchen zu stechen.
Die Giftigkeit wurde in diesem Thread schon thematisiert: M. gibbosus Giftgrad.
Ausserdem ist ein Stich bei Nicht-Allergikern laut toxinfo.org ungefährlich:
Zitat:
-- M. gibbosus gibbosus: starke Lokalsymptome, systemisch
wahrscheinlich nicht so gefährlich (kein genauer Bericht)

Der LD50-Wert beträgt 50 mg/kg.

Persönlicher Kommentar

Ich finde M. gibbosus ist eine Art, die man Anfängern empfehlen kann, da die Gruppenhaltung normalerweise problemlos funktioniert, die Haltung relativ einfach ist und diese nachts sehr aktiv sind. Auch aufgrund der Giftigkeit kann man diese Art einem Einsteiger empfehlen.

Quellenangaben

- eigene Erfahrung (Stich, Haltung)
- Gespräche mit anderen Haltern (Giorgio, Schattentaler)
- http://www.toxinfo.org/
- http://www.terra-animals.de/LetaleDosis/Scorpiones
- http://www.biologiezentrum.at/pdf_frei_remote/ANNA_94_95B_0377-0391.pdf
- Abbildung 1: Habitatbild von http://www.ub.ntnu.no/scorpion-files/, Copyright-Inhaber: Jeff Dawson
- Abbildung 2: selbstgemachtes Bild
- Abbildung 3: Bild von User SpOoKy, danke für die Erlaubnis das Bild zu benutzen! ;)

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Habe einen Pandinus enis (adult, ca. 20 cm) zu vergeben, bei Interesse bitte bei mir melden!
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