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Euscorpius spec.

 
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tramp74

Skorpionzüchter



Anmeldedatum: 09.10.2006
Beiträge: 497

BeitragVerfasst am: 01.06.2007, 19:03    Titel: Euscorpius spec. Antworten mit Zitat

Da nach meinen Erfahrungen alle Skorpione der Gattung Euscorpius sehr ähnlich zu halten sind, wollte ich nicht für jede Art einzelne Berichte verfassen. Ist dies unerwünscht, werde ich mich auf eine Art beschränken.
Die Systematik in dieser Gruppe ist stark im Wandel begriffen. Als ich mit der Haltung anfing, sprach man noch von 5 Arten. Inzwischen gibt es 15 Arten mit 21 Unterarten. Wahrscheinlich auch nicht mehr aktuell. Ich denke aber für uns ist es eher uninteressant, ob ein Tier nun soviel oder soviel Chromosomen hat.


1,0 e.italicus

Familie: Euscorpiidae
Gattung: Euscorpius
Art: die am häufigsten gehaltenen Arten sind: Euscorpius tergestinus, Euscorpius italicus sowie Euscorpius flavicaudis. Bekommen kann man auch noch E. gamma (dank Chris) sowie E. germanus. Alle anderen sind eher selten in unseren Terrarien anzutreffen.


0,1 e.tergestinus frisch adult

Herkunft / Vorkommen
Die Gattung kommt in Europa von Südengland (eingeschleppte Population von E. flavicaudis) bis in die Ukraine vor. Die nördliche Grenze bilden die Alpen, wobei nicht ganz auszuschließen ist, das sie früher oder später auch bei uns heimisch werden. Übers Mittelmeer hinweg kommen einige Vertreter auch in Nordafrika vor.
Unsere Terrarienpopulationen stammen aus den typischen Urlaubsländern wie Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien sowie Griechenland. Seltener aus Austria und Slovenien.

Merkmale / Geschlechtsdimorphismus
Die Skorpione der Gattung Euscorpius sind eher kleine Tiere. Körperlänge 2,5cm (e.germanus) bis 5cm (e.italicus). Die Grundfarbe sind Brauntöne von denen sich manchmal hellere Gliedmaßen abheben.
Die 1,0 sind sehr leicht an der größeren Giftblase (Telson) zu erkennen.


terrarium für euscorpiusarten (hier 1,2 e.tergestinus)

Haltung
Der Lebensraum der Tiere ist sehr unterschiedlich. Sie können im Wald unter Laub/Rinde genauso gefunden werden, wie in Häusern oder Steinmauern. Überall suchen sie aber mäßig feuchte Ecken auf. Das kleine Terrarium sollte dementsprechend mit einem feuchtigkeitsspeichernden Substrat, wie Humus, Erde, Erde/Sandgemisch ausgestattet sein. Es muß nicht hoch sein, da die Tiere kaum graben. Als Versteckplätze bieten sich Korkrindenstücke sowie kleinere Schieferplatten an. Wer möchte, kann auch etwas Laub oder Moos ins Terrarium hineingeben. Für besonders wichtig halte ich eine eingeklebte Rückwand, da die Tiere sehr gerne klettern und sich auch dort bevorzugt ihre Verstecke suchen. Natürlich sind eurer Kreativität da keine Grenzen gesetzt , allerdings sollte man die Winzigkeit der Skorpione beachten. Ein Tier welches sich ordentlich “verkeilt” hat, bekommt man nicht heraus.
Ich befeuchte einen Teil des Bodengrundes regelmäßig, so dass ein Gefälle im Becken entsteht. Ein Fotodosendeckel dient als Tränke bei den adulten Tieren. In unregelmäßigen Abständen wird des komplette Terri gesprüht.
Da die Tiere in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet eine Winterruhe einlegen, ahme ich diese auch bei mir nach. So wechseln die Temperaturen im laufe des Jahres von ca. 10°C bis 26/27°C. Im Sommer sorgt ein 10 Watt Halogenstrahler für den Tag/Nachtrhythmus sowie die Temperatur, ansonsten reicht die Zimmerwärme.
Kleine Terrarien ist ein dehnbarer Begriff. Von der Heimchendose bis zum 30x30cm Bodenflächebecken kann alles verwendet werden. Ich halte Gruppen von 1,2 E. tergestinus in 30x20x20cm Fallscheibenbecken sowie subadulte E. flavicaudis einzelnd in Futtertierdosen doppelter Größe (18x12cm).
KANNIBALISMUS: Bis auf E. tergestinus bzw. die Tiere, welche früher unter E. carpathicus liefen, hatte ich bei allen anderen Arten (e.flavicaudis, e.italicus, e.germanus) schon Verluste bei adulten Tieren. Diese treten oft plötzlich und unerwartet auf. Ursache könnte ein hohes Alter der Tiere sein, die somit nicht mehr gut reagieren können.
Die Lebenserwartung einzelner Arten beträgt bis zu 7 Jahre.


schraubenkasten zur aufzucht, rote pfeile zeigen auf juv. tiere

Nahrung
In freier Wildbahn ernähren sich die Tiere vorwiegend von Asseln. Es bietet sich also an, diese auch bei uns zu verfüttern, da so bedenkenlos ständig Futter zur Verfügung stehen kann und einer Gemeinschaftshaltung nichts im Wege steht. Weiteres natürliches Futter sind kleine Spinnen, die leider nicht immer erwischt werden. Haben diese sich erst einmal in eine Ecke zurückgezogen, und eventuell ein Netz gesponnen, hat der Skorpion keine Chance mehr. Das übliche Futter bilden auch hier die Grillen/Heimchen entsprechender Größe. Ich habe eigentlich immer ein paar Futtertiere im Terrarium rumlaufen, welche dort mit Salat etc. versorgt werden. Bei Einzelhaltung füttere ich einmal pro Woche eine kleine Grille.


e.tergestinus mit juv.

Nachzucht
Zeichnet sich eine Geburt bei einem der Weibchen ab, wird sie also dicker und dicker, werden diese Tiere in eine Heimchendose gesetzt. Hat man Glück tritt das erfreuliche Ereignis in den nächsten Tagen ein, ansonsten muß man halt mal einige Wochen warten. Denke der Blick für die Trächtigkeit kommt mit der Zeit. Die Jungtiere werden nach der ersten Häutung separiert. Sie wachsen bei mir in Schraubenkästen auf, deren Einsätze 5x5cm groß sind. Jede Behälter ist geeignet, nur sollte er nicht zu groß sein, da die juv. Tiere echt winzig sind. Ein Wasserbecken darf auf keinen Fall gereicht werden. Entweder sprüht ihr die Döschen kurz über oder ihr benutzt eine Spritze um eine Ecke anzufeuchten. Intervalle kann ich hier nicht aufführen, da jeder selbst sehen muß, wie schnell das Substrat abtrocknet. Die Kunst ist der gesunde Mittelweg. Deshalb verwende ich persönlich gerne Humusboden, da man an der Farbe gut den Feuchtigkeitsgrad erkennen kann - dunkel = feucht, hell = trocken. Wenn die Behälter also dunkel/hell geteilt sind, stimmt alles, da das Tier sich selbst seine optimale Position aussucht. Werden die jungen Skorpion etwas wärmer gehalten, wachsen sie schneller. KOVARIK gibt folgende Häutungsintervalle an: in instar 2 nach 9 Tagen, instar 3 nach 59 Tagen, instar 4 nach 90 - 130 tagen, instar 5 165 Tage, und instar 6 (adult) 205 Tage nach der Geburt. Diese Daten wurden bei einer Haltungstemperatur von 26°c ermittelt.
Die juv. Euscorpius benötigen zum Anfang sehr kleines Futter. Ideal ist die Gabe von Springschwänzen, da diese immer im Behälter bleiben können. So passiert auch bei einer Häutung des Tieres nichts. Später kann die Größe der Beute angepasst werden. Frischgeschlüpfte Grillen (ich züchte selber) oder Drosophila wären da die erste Wahl.
Die Nachzucht der Euscorpiusarten ist nicht so einfach wie z.b. bei Arten der Buthiden, aber sie ist nicht unmöglich. Knackpunkt ist wie immer die Häutung. Wenn die Kleinen also richtig fett sind, eine Häutung also bevorsteht, das Anfeuchten nicht vergessen.


juv. e.flavicaudis instar3


juv. e.flavicaudis instar4 frisch gehäutet


0,1 e.flavicaudis subadult

Giftigkeit
Sollte der Stachel überhaupt die Haut durchdringen, gilt das Gift als unbedenklich.

Fazit
Mein erster Skorpion war ein Euscorpius italicus und ich bin nach wie vor von dieser Gattung fasziniert. Da die Tiere ohne großen Aufwand im normalen Zimmer in relativ kleinen Becken gehalten werden können, sind sie für den interessierten Skorpionshalter zu empfehlen. Sie sind nicht sehr groß, nicht gefährlich, aber ich sehe eigentlich immer irgendwo ein Tier lauernd auf Beute.
Durch den ganzen “Mist” der Systematik, solltet ihr nur wirklich eindeutig bestimmte Tiere züchten und weitergeben. Am besten sogar nur aus dem selben Gebiet - wer weiß schon ob nicht Skorpion x rechts des Flusses plötzlich zu skorpion y wird!!!

da das forum ja down war, hier erneut der haltungsbericht.
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Zuletzt bearbeitet von tramp74 am 02.06.2007, 22:45, insgesamt 4-mal bearbeitet
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tramp74

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BeitragVerfasst am: 01.06.2007, 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

auch noch mal der hinweis, das alex in der zeitschrift TERRARIA einen artikel zu dieser gattung verfasst hat. deshalb einige ergänzungen
- durchschnittliche entwicklungsdauer 20 - 24 monate
- trächtigkeit 8 - 11 monate
- adulte sind anfällig für längere trockenperioden
- juv. ausfälle 20 - 30 %
- juv. sind anfällig gegenüber parasitären milben

gruß andreas
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BeitragVerfasst am: 25.07.2007, 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

hi! hier nun mal ein beispiel, welches ich unter experimenteller skorpionshaltung einstufen würde.


Shot with PENTAX *ist DL at 2007-07-25
e.tergestinus 1,3 20x30x20cm


Shot with PENTAX *ist DL at 2007-07-25

für den halter einzelner weibchen oder eines paares, der unbedingt auf nachwuchs hofft, ist dieses becken eher ungeeignet. die weibchen mit ihren jungtieren, werden wahrscheinlich kaum zu entdecken sein. trotzdem werde ich einige tiere mal so halten, da einige arten in trockenmauern vorkommen, so daß diese "steinwand" den tieren gefallen müßte. bei meinem bestand von 4,10,15 e.tergestinus ist es nicht so tragisch, wenn ich die juv. von einem oder mehreren weibchen verliere. natürlich kann man auch die hochträchtigen weibchen bei ihren nächtlichen wanderungen einfangen und separieren.
gruß andreas
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BeitragVerfasst am: 25.07.2007, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

hi! während im oberen becken die steine nur lose aufgestapelt sind, so daß zur not jedes tier erreichbar ist, kommt hier ein beispiel von falscher einrichtung.


Shot with PENTAX *ist DL at 2007-07-25

die tiere sind ohne größeren aufwand nicht mehr zu bergen. wenn ihr also eine rückwand verwendet, was auf jeden fall empfehlenswert ist, achtet darauf nur eine flache korkplatte zu verwenden bzw. alle fugen mit silikon zu verschließen. Exclamation
gruß andreas
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BeitragVerfasst am: 27.07.2007, 12:12    Titel: Antworten mit Zitat

hi! werde einfach immer mal wieder neuere erkenntnisse aus meiner haltung hier reinschreiben.
also: wieder einmal hat ein 0,1 euscorpius flavicaudis ein anderes weibchen verspeist (nach nur 2 tagen gemeinschaftshaltung), so dass ich der meinung bin, das diese art eher getrennt gehalten werden sollte. versteckplätze,futter standen ausreichend zur verfügung. terra ist 20x30x20cm und war mit nur den beiden 0,1 besetzt. für mich doppelt bitter, da ich nur die beiden adulten e.flavicaudis hatte. nun muß ich bis nächstes jahr warten, in der hoffnug das alle 4 juv. tiere das adultstadium erreichen.

ansonsten wär sich auf dem laufenden halten möchte, was neue arten etc. angeht. hier http://science.marshall.edu/fet/euscorpius/ werden regelmäßig berichte zum download veröffentlicht (über alle gattungen)
und hier http://www.ub.ntnu.no/scorpion-files/ findet ihr unter specieslist dann auf euscorpiidae etliche arten mit verbreitungsgebiet.
gruß andreas
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BeitragVerfasst am: 05.09.2007, 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

hi! hab ja geschrieben, dass sich euscorpius in freier wildbahn überwiegend von asseln ernährt. diese verfüttere ich in letzter zeit auch bei mir häufiger, da die juv. den gesamten grillennachwuchs auffressen. hier nun endlich mal ein bild dazu.



beim einsammeln solltet ihr nur die asseln in die dose packen, da am substrat eventuell milben haften können.

aus dem terra "experimentelle haltung" habe ich immerhin 14 juv. skorpione im instar2 herausgesammelt. alle hatten sich so nach und nach unter der korkrinde eingefunden. geht also auch Wink
gruß andreas

hier noch mal zum größenvergleich
0,1 e.tergestinus mit 1 nymphe


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BeitragVerfasst am: 19.10.2007, 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

hi! inzwischen habe ich weitere becken eingerichtet. ich denke nach wie vor, das eine gute strukturierung wichtig für die haltung ist. deshalb sollten wir die rückwand als kletterfläche immer mit einbeziehen.



da ich es nie geschaft habe, lose schieferplatten bis unter die decke zu stapeln, bin ich auf die idee gekommen, kokosfaserstücke als versteckplätze anzukleben (rechts oben) schön eng, damit rückenkontakt vorhanden ist.



trotzdem sind steine optimal, da die meisten wf unter ihnen gesammelt werden.



als letztes noch mal die anlage zur zeit. die becken werden mit 16 watt leuchtstoffröhren beleuchtet sowie beheizt. zur zeit habe ich 25°c in den becken, ohne das die wohnung geheizt wird. am 1 november werde ich das licht löschen, so dass ca. 20°c vorhanden sind. ende dez. sowie den ganzen januar bin ich nicht da (URLAUB Laughing ), so das die wohnung nur leicht beheizt werden muß. 10-15°c. im februar dann wieder um die 20°c und ab märz gehts bei 25°c los mit der einstimmung auf den sommer. dann haben sie ca. 4monate bei geringeren temperaturen gelebt. geht natürlich nur so, weil ich fast nur europäer halte, die alle die selben bedingungen brauchen.



gruß andreas
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BeitragVerfasst am: 19.10.2007, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

da sich ja hier mehr oder weniger leute rumtreiben, welche sich für die euscorpius interessieren, werde ich mal meine bestand auflisten. falls ihr also tiere verkaufen oder kaufen möchtet einfach ne pn. gruß andreas

mein bestand 31.10.07

0,1,4 euscorpius flavicaudis (frankreich)
0,1 e. italicus (gardasee, italien)
0,0,18 e.italicus (cressogno, südtessin)
0,0,10 e.cf italicus (threspotia,katarraktis, griechenland)
0,0,9 e.cf naupliensis (voidokilia bucht, petrohori, messinien, peloponnes, griechenland)
0,0,9 e.cf naupliensis (kotronas, mani-halbinsel, peloponnes, griechenland)
2,4,14 e.tergestinus (zadar, kroatien)
2,4,31 e.tergestinus (insel vir, kroatien)
2,5,18 e.tergestinus (grenzgebiet slovenien/italien)
0,0,12 e.spec. (fundort nicht bekannt)
2,6 e.spec (tergestinus,concinnus od. sicanus) (insel giglio, italien)

8,21,125 gesamt

gruß andreas
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Zuletzt bearbeitet von tramp74 am 06.11.2007, 21:38, insgesamt 3-mal bearbeitet
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tramp74

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BeitragVerfasst am: 08.01.2009, 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

hi! da ich manchmal über die pn nach den haltungsbedingungen für euscorpius gefragt werde, hier noch mal einige parameter.
zur zeit sind die häufigsten vertreter in unseren terrarien e.italicus sowie e.tergestinus. beide sind gut für den anfänger geeignet, da sie problemlos in gruppe gehalten werden können. so ist die chance auf nachwuchs sehr hoch. damit alles klappt, müssen aber einige gundsätzliche dinge eingehalten werden.

Terraium: es ist noch relativ einfach einen großen pandinus von einigen milben zu befreien. nun schaut euch den 2,5cm großen e.tergestinus an und stellt euch vor, dieses tier mit einem pinsel und entsprechendem mittel von lästigen untermietern zu säubern. besser ist dann der einsatz von raubmilben. es muß aber nicht so weit kommen. wer dem tier viel streß ersparen möchte, verzichtet auf einrichtungsgegenstände aus der natur. milben sind spinnentiere, genau wie die skorpione, und können deshalb nicht mit der chemischen keule vertrieben werden. da die eier von ihnen recht resistent gegen wärme und kälte sind, werden zaghafte entseuchungsmaßnahmen meist wenig bewirken. und ein eingefrorenes, gekochtes moos kann man auch gleich wegwerfen. laub und erde aus dem wald werden immer milben enthalten.
deshalb verwende ich humusziegel. ein zusätzlicher vorteil ist die aufnahme von wasser auch wenn der boden staubtrocken ist. torf kann man hier wegschmeißen. theoretisch reicht eine bodengrundhöhe von 1cm aus, da die tiere kaum graben. diese trocknet aber sehr schnell aus, so dass ich mehr substrat verwende.
eine trinkschale muß vorhanden sein, wenn nicht regelmäßig gesprüht werden kann. wasser ist lebenswichtig für die vertreter der euscorpius.
für jedes tier in der gruppe sollte mindestens ein versteckplatz vorhanden sein, besser zwei. e.italicus bevorzugt steine, e.tergestinus holz. ich biete in allen becken beides an.



hier ein becken in dem 0,5 e.flavicaudis gepflegt werden. in der vergangenheit hatte ich mit der gemeinschaftshaltung wenig erfolg. zur zeit läuft es ganz gut. die große anzahl vermeidet ein ständiges drangsalieren nur eines skorpiones. auch ist im moment winterruhe, so dass die aktivität eingeschränkt ist.

temperatur: ich halte meine tiere im sommer bei tagestemperaturen von mindestens 25°c (bis 30°c ist kein problem). auch wenn immer wieder behauptet wird, dass zimmertemperaturen ausreichen, sollten leute mit kellerräumen auf die temperatur achten. eine neonröhre mit niedrigen wattzahl reicht schon aus, um die becken aufzuwärmen. werden die lampen im winter abgeschaltet habt ihr schon ein gefälle, das als einstieg in die winterruhe genutzt werden kann. ob die winterruhe eingehalten wird, hängt von euren gegebenheiten ab. meine tiere stehen im schlafzimmer - und da war es vorgestern nacht bei geöffnetem fenster 9°c scheiß winter Mad

tiere: kleinste terrarien und boxen reichen für diese gattung aus. grundsätzlich sollte nur ein männchen das becken bewohnen wenn weibchen mit gehalten werden. es kommt sonst während der paarungzeit zu kämpfen, welche tödlich enden können (verpilzung der verletzungen). ich hielt 2,0 e.italicus ohne probleme zusammen auf 30x20x20cm (nur ca. 2 monate).
bsp von mir : 30x30x30 max. 1,3 e.italicus / max. 1,5 e.tergestinus
30x20x20 max. 1,1 e.italicus / max. 1,3 e.tergestinus
tiere wie e.germanus halte ich nur in braplastdosen, da sie zu winzig für ein terrarium sind.

nachzucht: alle meine weibchen, deren jungtiere ich aufziehen möchte, werden kurz vor der geburt isoliert und in heimchendosen einquatiert. den blick dafür bekommt man durch übung bald heraus.
da die masse der juv. tiere in einer guten zucht zunimmt, die preise für die jungen euscorpius aber in den keller wandern, ziehe ich heute die meisten juv. in braplastdosen 19x12x7cm auf.






viele versteckplätze vermindern das risiko des kannibalismus. bei allen euscorpiusarten gibt es ihn aber. deshalb werden seltene arten nach wie vor in schraubenkästen aufgezogen. eine trinkgefäß verbietet sich, da die juv. ertrinken können. einmal wöchentlich sprühen sowie füttern, hält die kleinen am leben sowie wachsen.
um den überblick nicht zu verlieren werden die boxen von mir mit einem wasserlöslichen stift beschriftet. auch die terrarien werden so gekennzeichnet. jedesmal neue schilder anfertigen beim umsetzen Shocked
auf dem deckel steht also die art, geburtsdatum + anzahl, instar2, instar 3 usw.
kontrollen aller behälter werden in großen abständen durchgeführt, da mich die ausfallquote interessiert (kann aber dazu noch nix genaues sagen) 18.10. war so ein datum. 6 tiere weg (kannibalismus). die anderen daten beziehen sich auf verkaufte tiere. also ist die letzte zahl der aktuelle tierbestand.
gruß andreas
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